Wie Du Deinen emotionalen Hunger stillst

18.07.2021

Was ist eigentlich „emotionaler Hunger“?

Auf den ersten Blick lässt sich der emotionale Hunger vom physischen kaum unterscheiden. Beim genauen Hinschauen jedoch gibt es eindeutige Hinweise:

  1. Der emotionale Hunger kommt meist ohne Vorwarnung und plötzlich.
  2. Er kommt plötzlich und ist sehr intensiv. Das ist die typische Heißhungerattacke.
  3. Emotionaler Hunger verlangt nach Süßem, Salzigem und Fettigem.

Diese süße, salzige und fettige Nahrung versetzt uns in einen Zustand der inneren Schwere und betäubt uns für einen Augenblick. Nach genau diesem Zustand sind wir süchtig und wünschen immer mehr davon.

Bedeutet: Wir haben nicht wirklich Hunger. Wir haben lediglich ein starkes Verlangen. Dieses Verlangen will gestillt werden – am besten sofort. Dieses Verlangen lässt unzählige Menschen nachts zum Kühlschrank wandern  und am Wochenende zur Tankstelle fahren – nur um gestillt zu werden. Dieser Hunger lässt sich auch nicht durch einen Apfel, eine Banane oder andere gesunde Nahrung stillen. Es ist der Heißhunger nach Süßem, Salzigen und Fettigem.

Was verbirgt sich hinter dem emotionalen Hunger?

Die indische Heillehre hat wie so häufig eine sehr bildhafte Erklärung:

Im Ayurveda wird der Mensch als ein Gebilde aus fünf Hüllen beschrieben. 

Die äußerste Hülle stellt unseren physischen Körper dar.

Es folgen dann die geistig- emotionale Hülle, die Erkenntnishülle mit unserer Intuition und im Kern die Hülle der Glückseligkeit mit der Seele.

Diese fünf Hüllen werden im Ayurveda „Koshas“ genannt.

Während die äußerste Hülle erzeugt den physischen Hunger erzeugt, stellt der emotionale Hunger ein Bedürfnis aus einer der übrigen Schichten dar.

Dies bedeutet im Umkehrschluss: Um den emotionalen Hunger zu stillen, dürfen wir uns mit unseren tiefer liegenden Hüllen beschäftigen.

Folgende Tipps können Dir dabei helfen, emotionalen Hunger langfristig aufzulösen und so zu stillen:

  1. Wenn Dich wieder eine Essattacke überkommt: Atme drei tiefe Atemzüge durch, bevor Du zum Essen greifst. Stelle Dir die folgende Frage: „Worauf habe ich wirklich Hunger?“ Ist es vielleicht eher eine Auszeit? Bin ich gerade überarbeitet und glaube unbewusst, dass ich durch eine Esspause eine Auszeit erhalte?
  2. Eine regelmäßige Yoga-Praxis hilft uns dabei, achtsam auf die Signale unseres Körpers zu hören.
  3. Eine ausgewogene und bedürfnisorientierte Ernährung bringt uns ins Gleichgewicht.

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