Die Ayurveda Hausapotheke

26.07.2020

Ayurvedische Kräuter helfen bei der Selbsthilfe. Sie regulieren den Stoffwechsel, steigern die Energie und vermeiden Erkältungskrankheiten. 

Aus der Vielzahl an ayurvedischen Kräutern und Gewürzen können wir uns eine wirksame und wertvolle Hausapotheke zusammenstellen. Die Substanzen helfen uns dabei, gesund zu bleiben, wirken also prophylaktisch, sie sind jedoch auch stark genug, dass sie auch bei vorhandenen Erkrankungen schnell wirksam sind. Somit geht keine wertvolle Zeit verloren, in der sich Krankheitserreger ausbreiten und Symptome verschlechtern können.

Bei welchen Erkrankungen ist Ayurveda besonders wirksam?

Besonders wirksam sind die ayurvedischen Kräuter bei folgenden Themen:

  • Verdauung regulieren
  • Stoffwechsel regulieren
  • Hormonhaushalt balancieren
  • Nervensystem stärken
  • Energie steigern
  • Alterungsprozesse verlangsamen

Wann ist eine ayurvedische Behandlung erfolgreich?

Für eine ayurvedische Behandlung sind Kenntnisse über die individuelle Konstitution und den aktuellen Gesundheitszustand erforderlich. Wie ein Schulmediziner auch, sammelt der Ayurvedaarzt erst einmal Befunde um dann die richtige Diagnose zu stellen. Allerdings anders wie in der Schulmedizin, sucht der Ayurvedamediziner nicht nach einem Namen für die Erkrankung. Der Ayurvedaarzt interessiert sich ganz besonders für die Ursachen, um diese anschließend zu behandeln. Oftmals entstehen viele scheinbar unterschiedliche Erkrankungen und Symptome aus einer Ursache heraus. Während in der Schulmedizin verschiedne Spezialisten am Werk sind, um die einzelne Erkrankung zu behandeln, geht Ayurveda an den Kern. Um dies tun zu können, ist jedoch als erstes eine ganz genaue Konstitutionsbestimmung notwendig. Es gibt viele verschiedene Bücher, nach denen Sie eine solche Konstitutionsbestimmung durchführen können, für eine Erkältung oder einfache Verdauungsbeschwerden mag diese ausreichen, jedoch bei schwerwiegenderen Erkrankungen ist es unerlässlich, eine solche Konstitutionsbestimmung von einem Ayurvedaarzt durchführen zu lassen.

Anhand einer solchen Konstitutionsbestimmung lässt sich die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten erkennen und eine Hausapotheke maßgeschneidert zusammenstellen.

Wie werden ayurvedische Kräuter eingenommen?

Die meisten ayurvedischen Kräuter und Gewürze sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Es gibt sie als Pulver (Churna), Presslinge oder Lösungen. Meistens werden die Substanzen nach der Ernte getrocknet und gemahlen. Ihre Haltbarkeit ist relativ unbegrenzt, jedoch nimmt die Wirkung mit der Zeit ab.

Diese ayurvedischen Kräuter sollten in Deiner Hausapotheke sein:

Ajwan = Königskümmel

Einsatzmöglichkeiten:

Der Königskümmel hilft Dir dabei, schwere Nahrung besser zu verdauen. Er lindert Blähungen, Krämpfe und Völlegefühl. Auch Unterleibskrämpfe vor und Während der Menstruation können gelindert werden.

Der Königskümmel hilft auch bei einer schleimigen Bronchitis.

Anwendung:

Zerstoße die getrockneten Samen in einem Mörser und verrühre sie in 1/2 Teelöffel Ghee oder Olivenöl. Nimm diese Mischung vor der Mahlzeit ein und trinke danach etwas heißes Wasser oder Ingwerwasser.

Bei einer schleimigen Bronchitis hilft es, den Dampf des Königskümmels zu inhalieren. Dazu übergieße die zerstoßenen Samen mit heißem Wasser und inhaliere den Dampf.

Amalaki = Indische Stachelbeere

Einsatzmöglichkeiten:

Amalaki unterstützt die Abwehr und schützt vor Infektionen.

Im Ayurveda gilt Amalaki auch als Verjüngungsmittel, da die Frucht das gesamte Immunsystem unterstützt, die Magensäure reguliert, die Haut, Augen und Haare verbessert.

Anwendung:

Verrühre täglich einen Teelöffel Amalakipulver in einem Glas warmen Wasser und trinke dies morgens oder abends.

Da Amalaki sehr viel Vitamin C enthält, ist die Einnahme während einer Erkältung sehr ratsam. Es eignet sich elbstverständlich auch zur Prophylaxe. Es gibt Amalaki auch als Mus, welches auch für Kinder geeignet ist.

Ashwagandha = Indischer Ginseng

Einsatzmöglichkeiten:

Ashwagandha ist eine der bedeutendsten Pflanzen im Ayurveda. Ihre Wurzel gilt als Aufbaumittel für die Muskulatur. Sie stärkt das Nervensystem, fördert den Schlaf und die Regeneration und lindert Atemprobleme.

Anwendung:

Am besten nimmst Du 1 Teelöffel Ashwagandhapulver und köchelst dies in 250ml Bio-Kuhmilch plus 1 Messerspitze Pippali-Langpfeffer. Trinke diese Mischung warm am späten Nachmittag oder Abend.

Brahmi = Nabelkraut

Einsatzmöglichkeiten:

Steigerung der Konzentration und Nervenstärke, Gemütsschwankungen, Hyperaktivität.

Anwendung:

1 Teelöffel Brahmi in ein Glas heißes Wasser oder Milch einrühren und trinken. Noch besser ist es, einen halben Teelöffel Ghee hinzuzurühren.

Haritaki = Wunderfrucht

Einsatzmöglichkeiten:

Haritaki ist ein Magen-Darm-Spezialist, ungekocht fördert es den Stuhlgang und gekocht hemmt es ihn – und das ohne Nebenwirkungen. Weiterhin gilt es im Ayurveda als Anti-Aging-Mittel und Nerventonikum.

Anwendung:

Um die Verdauung anzuregen, verrührst Du einen Teelöffel Haritaki in einem Glas warmen Wasser ein.

Um den Stuhl zu binden, köchelst Du die gleiche Menge etwa 5-10 Minuten und trinkst dann den Sud.

Kurkuma = Gelbwurz

Einsatzmöglichkeiten:

Kurkuma reinigt das Blut und wirkt Entzündungen entgegen. Es ist antibakteriell und antiviral. Es schützt die Leber und das Immunsystem. Es wird angewendet bei Wunden, Hautreaktionen sowie Infekten der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts.

Anwendung:

Am besten baust Du das Kurkuma präventiv in Deine Nahrung ein. Du kannst es bei den meisten Gerichten untermischen oder mit Milch trinken.

Äußerliche Anwendung bei Wunden und Verletzungen: Verrühre es mit etwas Ghee, Aloe Vera oder Honig und lege es auf die Wunde. Das funktioniert mit Ghee auch wunderbar im Mund bei einer Zahnfleischentzündung. Achtung: Das Kurkuma färbt Gelb und diese Farbe geht aus der Kleidung nicht mehr heraus!

Bei akuten Infekten: 3x täglich 1/2 Teelöffel mit heißem Wasser trinken, gerne etwas Pippali-Langpfeffer dazumischen. Alternativ kannst Du 2-3 Presslinge einnehmen.

Passende Podcastfolge zum Thema

Need more?

Weitere Blogartikel

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen Zahnschmerzen kommen immer im falschen Moment, immer dann, wenn gerade Wochenende, Feiertage, Familienfeiern sind oder der langersehende Urlaub angetreten werden darf. Wenn Deine Zahnärztin oder Dein Zahnarzt...

mehr lesen

Ich habe Krebs! Was tun?

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein schwerer Schock. Das ist ganz verständlich. Viele Betroffene empfinden diese Diagnose gleichsam einem Todesurteil. Auf jeden Fall wirft eine solche Diagnose Fragen auf, die man sich bis...

mehr lesen

Was macht eigentlich der Ayurveda-Arzt anders?

Unterschied zwischen einem Ayurvedaarzt und einem Schulmediziner:  Im Ayurveda wird Krankheit als die Disharmonie des inneren Gleichgewichts definiert. Unsere Krankheiten beginnen immer dann, wenn der natürliche Zustand (Prakriti) mit...

mehr lesen

News & Updates

Newsletter - Abo

Bleib auf dem Laufenden und abboniere unseren Newsletter. So erhältst du eine automatische E-Mail wenn ein neuer Kurs, Blogbeitrag, oder Inspiration erscheint

Nach der Eintragung erhältst Du eine Bestätigungs-E-Mail, in der Du erneut Dein Newsletter-Abo bestätigen musst. Erst dann bist Du komplett angemeldet und immer up-to-date.