Was tun bei chronischen Zahnfleischproblemen?

18.12.2022

Bei Zahnfleischproblemen denken viele Menschen, sie tun schon alles, um diese zu beseitigen. Leider ist das nicht so.

Hier bekommst du 10 wertvolle Tipps, die du tun kannst, wenn du chronische Zahnfleischprobleme hast. Ich wette mit dir, da ist mindestens ein Punkt dabei, den du noch nicht umgesetzt hast. Übrigens: Du hast die Möglichkeit, diese Tipps ausführlich im Podcast erläutert zu hören.

 

Meine 10 Tipps für gesundes Zahnfleisch:

1. Verwende die richtigen Produkte. Entferne alle Produkte, die du zum Zähneputzen verwendest, die chemisch und scharf sind. Stelle das Zähneschrubben ein und Pflege deine Zähne und das Zahnfleisch.

Das bedeutet: Beseitige alle Produkte, die künstliche Aromen, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Schleifkörper, Parabene und Tenside beinhalten. Verwende lieber biologische Produkte auf natürlicher Basis. Denn: Alles, was in unseren Mund hineinkommt, wird aufgenommen. Dies ist völlig unabhängig davon, ob es sich um gesunde oder schädliche Substanzen handelt. Wenn Konservierungsstoffe und künstliche Aromen sowie Farbstoffe in unserer Nahrung enthalten sind, ist den meisten bewußt, dass diese gesundheitsschädlich sind. Dies gilt selbstverständlich auch für die Produkte, die wir zur Zahnpflege verwenden.

2. Praktiziere das Ölziehen.

Dies ist die effektivste Methode, um die Mundschleimhaut gleichzeitig zu entgiften und zu pflegen. Verwende dafür unbedingt ein gutes biologisches Öl. Dies kann Sesam-, Oliven- oder Kokosnussöl sein. Die Technik des Ölziehens habe ich in der Podcastfolge #223 ausführlich erläutert.

3. Achte auf eine antientzündliche Ernährung.

Eine antientzündliche Ernährung ist eine basische Ernährung, die zu 80 % aus Gemüse und Ballaststoffen besteht. Fisch, Fleisch, Obst, Getreideprodukte, Süßigkeiten sollten eine untergeordnete Rolle spielen. Die ayurvedische Küche ist eine wundervolle und sehr schmackhafte antientzündliche Küche. Hierzu habe ich ein Buch “Gesundheit beginnt im Mund” veröffentlicht. Du findest es beim Riva Verlag. 

4. Meide Zucker in jeglicher Form – auch als Fruchtzucker.

Viele glauben, Obst sei gesund und ernähren sich fast ausschließlich davon. Dies kann zu diversen Problemen führen – unter anderem zu empfindlichen Zähnen, da die Fruchtsäure den Zahnschmelz angreift.

5. Entgifte regelmäßig.

Durch unsachgemäße Ernährung, Bewegungsmangel, diverse Genuss- und Umweltgifte sammeln wir immer mehr Schlacken an, die sich in unseren Zellen ansammeln. Auf diese Weise wird die Zellkommunikation gestört und die Regeneration so verlangsamt, dass sie häufig kaum noch stattfindet. Aus diesem Grund ist es wichtig, seinen Körper regelmäßig von diesen Schlacken zu befreien. Dies können wir durch Entgiftungskuren, eine ayrvedische Panchakarma Kur oder einfach durch einige Fastentage erreichen.

6. Führe deinem Körper zusätzlich Vitalstoffe in Form von Nahrungsergänzungsmittel oder Infusionen zu.

Es ist ein Irrglaube, dass wir durch unsere Ernährung genügend Mikronährstoffe aufnehmen. Selbst wenn wir auf die denaturierten Produkte vollends verzichten würden, würden wir leider feststellen müssen, dass die Karotte heute nicht mehr so viele Nährstoffe beinhaltet wie vor 20 Jahren. Dies gilt für jegliches Obst und Gemüse.

7. Bemühe dich um eine gute Darmflora.

Wie die Karies ist auch die Parodontitis eine chronische Erkrankung. Wie bereits erwähnt, haben wir es bei chronischen Krankheiten immer mit Ungleichgewichten zu tun. 

Hinter jeder chronischen Erkrankung steht immer eine Veränderung im Mikrobiom.

Bei einer Parodontitis handelt es sich um ein Ungleichgewicht der Mundflora. Da diese ein Teil des Mikrobioms ist, haben wir es mit einem Ungleichgewicht des Mikrobioms zu tun. 

Die Bakterien sind im Mund immer vorhanden. Ob sich eine Parodontitis entwickelt, hängt jedoch von unserer Immunantwort ab und diese hängt zum Großteil von unserer Darmgesundheit ab. Wir wissen heute: Nicht die Bakterien im Mund sind ausschlaggebend dafür, ob eine Parodontitis entsteht. Ausschlaggebend ist die Immunantwort und diese ist sehr mangelhaft, wenn wir im Mangel leben. Mit Mangel meine ich sowohl den Mangel an Mikronährstoffen als auch den Mangel an Regeneration. 

 

An diesem Punkt kommt die Darmflora ins Spiel:

  1. Wenn die Darmschleimhaut gut funktioniert, nehmen wir die Vitalstoffe aus unserer Nahrung gut auf und können diese verwerten. Voraussetzung ist natürlich, dass wir ausreichend vitalstoffreiche Nahrung zu uns nehmen. 
  2. Funktioniert die Abwehr der Darmschleimhaut ausreichend, nehmen wir die Substanzen, welche uns nicht gut tun, gar nicht auf und scheiden diese wieder aus. Ist die Abwehr der Darmschleimhaut hingegen durchlässig, nehmen wir Substanzen auf, die zu Entzündungen führen.
  3. 80 % unserer Immunzellen werden in der Darmschleimhaut gebildet. Dies funktioniert nur dann gut, wenn sie intakt ist.

Aus diesem Grund sollten wir bei einer Parodontitis immer auch an den Darm denken. Im Ayurveda erhält der Darm daher eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Bereits vor 5.000 Jahren wusste man, dass eine gestörte Darmflora den gesamten Körper und unser Leben beeinflusst. Selbst Depressionen, Demenz und Krebs können letztlich Folgen eines gestörten Mikrobioms sein.

8. Treibe Sport an der frischen Luft.

Durch regelmäßige – am besten tägliche – Bewegung an der frischen Luft, versorgen wir unseren Organismus mit ausreichend Sauerstoff, regen den Darm zur Arbeit an und verbessern unsere Psyche.

9. Genieße

Wenn wir genießen, generieren wir Glückshormone. Diese Enzyme beeinflussen den Stoffaustausch und die Regeneration positiv.

10. Gehe regelmäßig zu einem Zahnarzt, der alle 6 Monate die Taschentiefen misst und ganz gewissenhaft schaut.

Ich betone das deswegen so, weil es tatsächlich kein Standard ist. Es gibt immer noch viele Kollegen, die die Auswirkungen einer Parodontitis verharmlosen und die Symptome daher nicht ernst nehmen. Außerdem bezahlen die gesetzliche Krankenkassen den Parodontosecheck alle zwei Jahre. Dieser Zeitabstand kann jedoch für viele zu spät sein.

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