Ich habe Krebs! Was tun?

12.07.2020

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein schwerer Schock. Das ist ganz verständlich. Viele Betroffene empfinden diese Diagnose gleichsam einem Todesurteil. Auf jeden Fall wirft eine solche Diagnose Fragen auf, die man sich bis dahin nicht gestellt hat.

Wie wird das werden? Werde ich wieder gesund? Werde ich meine Haare verlieren? Wie schmerzhaft wird die Therapie werden? Muss ich operiert werden? Vielleicht mehrfach sogar? Wer wird mir beistehen? Wie wird sich mein Alltag verändern?

Zu diesen Fragen kommen noch viele weitaus unbequemere Fragen hinzu:

Warum gerade ich?

Was habe ich falsch gemacht?

Werde ich die Therapie schaffen?

Werde ich überleben und wenn ja, welche Einschränkungen werde ich haben?

Und natürlich die Frage: Wo bekomme ich die besten Informationen zu meiner Therapie, die besten Ärzte und was muss ich jetzt tun? 

Tipp:

Damit die vielen Fragen den Kopf nicht sprengen, beginne am besten gleich damit, diese Fragen aufzuschreiben. So kannst Du jeden Gedanken festhalten und später entscheiden, ob Du diesen weiter verfolgen möchtest oder nicht. Möglicherweise ist es auch eine Frage, die Du Deinem Arzt stellen möchtest. 

Tipp:

Sprich mit einer Person Deines Vertrauens übe Deine Ängste und Gefühle. Nur wenn Du diese benennst, verlieren sie ihre Größe. Wenn Du das Gefühl hast, Du hast keine Person in Deiner Umgebung, der Du Dich anvertrauen kannst, hast Du die Möglichkeit verschiedene Beratungsstellen aufzusuchen. Die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr führt zum Beispiel solche Beratungsgespräche kostenfrei durch. Über Deinen Arzt oder das Krankenhaus, in welches Du möglicherweise kommst kannst Du auch Berater finden.

Meine große Bitte an Dich: Versuche nicht, Deinen Partner und Deine Familie zu „schonen“. Sie spüren ganz genau Deine Sorgten und Ängste und haben ebenso welche. Wenn Du in der Familie ehrlich über die Erkrankung und Deine Gefühle sprichst, haben auch sie die Möglichkeit, dies zu tun. Möglicherweise ist es das erste Mal, dass Ihr dermaßen ehrlich über Gefühle sprecht und dies ist dann auch schon das erste „Geschenk“, welches die Krankheit Euch macht. Indem wir die Dinge anschauen, verlieren sie ihren Schrecken. Es erfordert Mut, auf Ängste zuzugehen. Auch wenn Du diesen Mut zu Beginn noch nicht hast, vertraue Dir und gehe auf die Angst zu. Du brauchst nur einen Schritt nach dem nächsten zu tun. Indem Du diesen Artikel liest, hast Du schon bewiesen, dass Du auf die Angst zugehen kannst.

Du musst wissen: Es gibt heut viele unterschiedliche Therapieverfahren und:

Fast jeder zweite Krebskranke kann heute geheilt werden. 

Indem Du an deine Heilung glaubst, trägst Du schon sehr viel dazu bei. Auch wenn Deine Ärzte Dir eine schlechte Prognose voraussagen: Akzeptieren zwar die Diagnose, aber niemals die Prognose! Der Verlauf der Erkrankung ist so individuell und der Arzt kennt nicht Deine Stärke.

Es ist normal und mehr als verständlich, dass Du am Anfang wie erstarrt bist. Durch die Erkrankung werden viele Menschen in eine passive Rolle gedrängt. Nimm diese Rolle gar nicht erst an. Es geht um Dein Leben, Deinen Körper, übernimm daher von Anfang an die Verantwortung. Du kannst immer bestimmen, ob eine Therapie angefangen, weitergeführt oder gestoppt wird. Wenn Du einige Tage für Dich brauchst, um zu Dir zu kommen, Kraft zu schöpfen, dann erlaube Dir das. Wer sich als Opfer fühlt, erschwert sich den Zugang zu seinen Selbstheilungskräften.

So kannst Du Deine Selbstheilungskräfte mobilisieren:

Beschäftige Dich damit, warum Du leben möchtest. Was möchtest Du noch erleben? Was möchtest Du erschaffen? Wie möchtest Du leben? Was für ein Mensch möchtest Du sein? Schreibe Dir diese Gedanken am besten auf und beschäftige Dich täglich mit ihnen. Wenn Du das wirklich täglich tust, wirst Du spüren, wie viel Stärke in Dir ist. Menschen werden sich wundern, dass es Di so gut geht, obwohl Du eine solche Erkrankung gerade durchmachst. Dies ist auch schon das nächste „Geschenk“, welches Dir diese Krankheit macht. Achte weiterhin darauf, möglichst wenig negative Gedanken in Deinen Kopf hineinzulassen. Das funktioniert am besten, indem Du Filme schaust, die Dich zum Lachen bringen, indem Du keine Horrornachrichten schaust oder liest.

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